Über 350 neue DSL-Anschlüsse für Brüggen
Donnerstag, 08. September 2011 12:26
Nach jahrelangen Bemühungen der Gemeinde können auch die Bürger in den Brüggener Ortsteilen Haverslohe und Born bald schneller über die weltweite Datenautobahn fahren. Bis Ende 2012 bietet die Telekom dort leistungsfähigere DSL-Verbindungen für über 350 Haushalte. Das haben die Gemeinde und die Telekom heute in einem Kooperationsvertrag vereinbart. Die Geschwindigkeit der Daten-Übertragung wird je nach Entfernung zum Schaltgehäuse mindestens 6000 Kilobit pro Sekunde betragen (Kb/s), je nach Lage wird in rund 40% der Haushalte sogar eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 50.000 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) möglich sein.
Weil sich der Breitband-Ausbau nicht wirtschaftlich machen ließ, beteiligt sich die Gemeinde an den Investitionen. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Telekom eine Lösung gefunden haben, weitere Ortsteile von Brüggen mit Breitbandzugängen zu versorgen“, sagt der Bürgermeister der Gemeinde, Gerhard Gottwald. „So können wir das Gefälle zwischen der ländlichen Region und den städtischen Ballungsräumen ausgleichen.“ Guido Schmidt, bei der Gemeinde zuständig für die Bereiche Stadtmartketing, Wirtschaftsförderung sowie Informationstechnik, ergänzt: „Heutzutage ist ein leistungsfähiges Internet ein wichtiger Entscheidungsfaktor dafür, ob eine Familie in die Gemeinde zieht oder sich ein Unternehmen niederlässt.“
Der DSL-Ausbau auf dem Land stellt privatwirtschaftliche Telekommunikations-unternehmen vor eine Herausforderung. Denn meist können in ländlichen Regionen nur wenige Haushalte erreicht werden, obwohl hohe Investitionen getätigt werden müssen. „Trotzdem treibt die Deutsche Telekom seit Jahren den DSL-Ausbau auf dem Land nach Kräften voran“, sagt Gregor Theißen, Projektleiter für den Breitbandausbau bei der Deutschen Telekom. „Weil wir wissen, wie wichtig ein leistungsfähiger Internetanschluss auch außerhalb der Ballungszentren ist." Die Telekom hat bundesweit bereits über 2.500 DSL-Ausbaukooperationen mit Gemeinden geschlossen. Jedes Jahr investiert die Telekom mehrere Milliarden Euro in den Netz-Ausbau. Jede Stunde wächst das Telekom-Glasfasernetz um eineinhalb Kilometer. „Das ist eine gewaltige Leistung für ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen, wenn man bedenkt, dass das Verlegen eines einzigen Kilometers Glasfaserkabel bis zu 70.000 Euro kostet.“
Hintergrund: Mehr Breitband für alle
Die Internetgeschwindigkeit hängt generell davon ab, wie nah jemand am nächsten Netzknotenpunkt wohnt. Die Telefonleitung, über die der Datenstrom ab der Vermittlungsstelle geschickt wird, dämpft das Signal Meter um Meter. Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometern spielt die Technik nicht mehr mit. Um die Bürger in Brüggen besser versorgen zu können, wird die Deutsche Telekom nun rund einen Kilometer zusätzliche Glasfaser-Leitungen verlegen und drei nähere Knotenpunkte einrichten.



