Die Rathäuser Brüggen und Bracht

Winterdienst hält Bauhof in Atem

Bild vergrössern Bauhofleiter Ulrich Beenen und Stellvertreter Richard Körstgens beim Befüllen eines Streuers

Seit am 20. Dezember der erste Schnee fiel, hat uns der Winter in kaum gekannter Heftigkeit im Griff. Der ungewohnte Wintereinbruch stellt nicht nur eine Belastung für die Bürgerinnen und Bürger dar. Er ist auch eine Herausforderung für die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes.

Räumfahrzeuge und Streufahrzeuge waren zeitweise fast ununterbrochen im Gemeindegebiet unterwegs, um Straßen und Wege so gut wie möglich von Schnee und Eis freizuhalten.
Dabei bereitet die Beschaffung von Streusalz allenthalben ungeahnte Probleme. „Wir hatten wie immer reichlich Vorsorge getroffen“, berichtet Bauhofleiter Ulrich Beenen. Mit 60 Tonnen war das Streusalzsilo randvoll gefüllt. 8 Tonnen Salz lagen als Sackware auf Vorrat. Genug, um den hier meist üblichen Schmuddelwinter anzugehen.

Durch die extreme Situation auf den Straßen schmolzen die Vorräte rasch dahin. „Bereits am 3. Januar haben wir 50 Tonnen Streusalz nachgeordert“, erzählt Ulrich Beenen. Knapp die Hälfte der Bestellung wurde am 13. Januar geliefert. Wann der Rest kommt, steht in den Sternen. Die sonst übliche Lieferfrist betrage drei Tage, klagt der Bauhofleiter. Fünf Tonnen gingen sofort an die Gemeinde Niederkrüchten. Die Kollegen hatten in Brüggen mit Streusalz ausgeholfen und saßen jetzt selbst auf dem Trockenen.

Allein schon zur Schonung der Umwelt erfolgt der Einsatz von Salz immer äußerst sparsam. Derzeit werden nur Steigungsstrecken und Gefällestrecken gestreut, damit sie befahrbar bleiben. Radwege und Fußwege werden gekehrt und abgeschoben.

„In einem normalen Winter kommen wir mit 100 bis 150 Tonnen Salz aus“, weiß der erfahrene Bauhofleiter. Bei den Witterungsverhältnissen der letzten Wochen können 50 Tonnen in fünf Tagen aufgebraucht sein.

Die Streuer werden in der Regel so programmiert, dass 15 bis 20 Gramm Salz pro Quadratmeter aufgebracht werden. Bei einem Streuvorgang im gesamten Gemeindegebiet laufen so fünf Tonnen durch die Maschinen.

Gestreut wird nie nur auf Verdacht. Ein Bauhofmitarbeiter überzeugt sich jeden Morgen um fünf Uhr bei einer Kontrollfahrt von Witterungsverhältnissen und Straßenzustand.

Lobende Worte hat Ulrich Beenen für die Bürgerinnen und Bürger. „Die Menschen hatten sehr viel Verständnis dafür, dass wir bei den extremen Witterungsverhältnissen nicht überall gleichzeitig sein konnten und derzeit auch nur ausgewählte Straßenbereiche streuen können“, freut sich der Bauhofleiter. „Es gab kaum Anrufe oder Beschwerden“.

Teuer wird der Winter auf jeden Fall. Obwohl die gemeindlichen Straße und Wege sich durch die Bank in einem guten Unterhaltungszustand befinden, sind bereits jetzt durch den Winter hervorgerufene Schäden erkennbar. Erhöhten Unterhaltungsaufwand gibt es auch bei den eingesetzten Fahrzeugen, Geräten und Maschinen.

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