Kurt Schidzick am 14. Januar verstorben: Gemeinsam mit Ehefrau Gisela erhielt er am 13. Januar die Ehrenplakette
Im feierlichen Rahmen des Neujahrsempfanges zeichnete Bürgermeister Gerhard Gottwald in diesem Jahr die Eheleuten Gisela und Kurt Schidzick mit der Ehrenplakette der Gemeinde Brüggen aus und überreichte auch die dazugehörige Urkunde. In seiner Laudatio würdigte Gottwald das großartige karitative und soziale Lebenswerk des Ehepaares aus Bracht. Die gut 400 Besucher des Neujahrsempfanges spendeten den Schidzick’s den verdienten, lang anhaltenden Applaus. Ehrliche Freude und Stolz über die hohe Auszeichnung war dem Ehepaar deutlich anzusehen. Im Saal hatte sich schnell eine lange Schlange von Gratulanten gebildet.
DRK und JRK, die bereits mehrfach vom Bastelkreis der Ausgezeichneten gefördert worden waren, bezeugten ihre Wertschätzung durch Teilnahme einer sehr großen Abordnung. Aus Sympathie für die Eheleute hatten sich Ehrenbürger Prof. Dr. Dr. Wildor Hollmann und Ehrenbürgermeister Karl Heinz Mesterom mit fürs Erinnerungsfoto aufgestellt.
Auch am folgenden Tag genossen Gisela und Kurt Schidzick die Freude über die Ehrung. Ehrenplakette und Urkunde hatten bereits einen besonderen Platz in ihrem Haus erhalten. Leider währte für Kurt Schidzick die Freude viel zu kurz; noch am Samstagabend verstarb der 88-Jährige plötzlich.
Für Kurt Schidzick, geboren 1923 in Westpreußen, und Gisela Schidzick, 1933 in Brandenburg geboren, wurde Brüggen 1978 zur Wahlheimat. Sie bezogen ein Haus mit großem Garten in Alst und fanden in der netten Nachbarschaft schnell Anschluss. Während Kurt Schidzick noch einige Jahre bei der Bundesbahndirektion in Essen tätig war, schloss sich Ehefrau Gisela dem Mütterkreis der ev. Kirchengemeinde Bracht-Breyell an. Hier entstand dann auch der Bastelkreis, dessen Motor die Eheleute fortan waren. Ihre Ausbildung zur Schneiderin kam Gisela dabei zugute. Während sie mit bis zu 25 Helferinnen und Helfern unermüdlich werkelte, machte sich Kurt als Fahrer, Warentransporteur und Helfer beim Aufbau der Basare nützlich. Sein handwerkliches Geschick bewies er beim Bau von rund 200 wetterfestfesten Nistkästen, die bei den Basaren stets gefragt waren. Der erste Weihnachtsbasar 1990 beim Brachter Nikolausmarkt wurde sofort ein Erfolg. Von Anfang an wurde die ev. Hephata-Stiftung für Behinderte mit großzügigen Spenden aus den Bastelerlösen bedacht. Nach Angaben von Hephata, die zur Ehrung ein Grußwort gesandt hatten, flossen bislang über 15.000,00 Euro an Spenden für behinderte Menschen. Die Eheleute waren auch Initiatoren der seit vielen Jahren im Seniorenheim Schleveringhoven ausgerichteten Oster- und Weihnachtsbasare, deren Erlöse den Bewohnern zugute kamen. Großzügige Unterstützung erhielt auch das Brüggener DRK, das hiervon u. a. Notfalldefibrillatoren und Einsatzjacken für das Jugendrotkreuz anschaffen konnte. „Wir machen weiter, solange wir können“, hatte Gisela Schidzick noch in ihren Dankesworten versichert.
Gisela und Kurt Schidzick waren über 60 Jahre miteinander verheiratet. Im Sommer letzten Jahres hatten beide mit Familie, Nachbarn und Freunden ihre Diamantene Hochzeit gefeiert.
Die Trauerfeier für Kurt Schidzick ist am Donnerstag, 19. Januar, 14.00 Uhr in der Friedhofskapelle Bracht.
Anstelle von Kränzen und Blumen wird um eine Zuwendung zugunsten des DRK-Ortsvereins Brüggen gebeten. Spendenkonto des Bestattungsunternehmens Robert Hellmann bei der Volksbank Brüggen-Nettetal eG, Konto Nummer 200 386 1026, Bankleitzahl 310 621 54, Kennwort: Kurt Schidzick.



