Fortschreibung Integriertes Klimaschutzkonzept

Klimaschutz intensivieren

Die Burggemeine Brüggen schreibt gemeinsam mit dem Kreis Viersen, den Städten Tönisvorst und Viersen sowie den Gemeinden Grefrath, Niederkrüchten und Schwalmtal das Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2013 fort.

Bringen Sie jetzt Ihre Ideen ein!

Die Burggemeinde ruft gemeinsam mit den Partnerkommunen alle Interessierten auf, sich aktiv zu beteiligen! Haben Sie Ideen, Wünsche und Anregungen zum Klimaschutz? Dann sind Sie herzlich eingeladen, sich in der Zeit vom 19. Mai bis 30. Juni 2021 online zu beteiligen.

Hier geht es zur Mitmachkarte: LinkAchtung, externer Verweis. Link öffnet sich in einem neuen Fenster.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Hintergrund:

In den Jahren 2012/2013 hat die Burggemeinde Brüggen im Rahmen der “Nationalen Klimaschutzinitiative“ der Bundesregierung ein umfassendes „integriertes kommunales Klimaschutzkonzept“ erstellen lassen. Der Rat der Burggemeinde hat diesem Konzept im Dezember 2013 zugestimmt. Seitdem sind zahlreiche Maßnahmen geplant und umgesetzt worden. Weitere Informationen hierzu unter: LinkAchtung, externer Verweis. Link öffnet sich in einem neuen Fenster.

Nun wird das Konzept mit dem Kreis Viersen, den Städten Tönisvorst und Viersen sowie den Gemeinden Grefrath, Niederkrüchten, Brüggen und Schwalmtal mit fachlicher Unterstützung des Beratungsbüros energielenker projects GmbH fortgeschrieben.

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, Maßnahmen für die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels entsprechend des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Weltklimarat) zu formulieren und konkrete Potenziale zur Reduzierung von Treibhausgasen im Kreis zu heben. Ergänzt wird das übergeordnete Ziel durch die jeweiligen Beschlüsse zum Klimaschutz in den teilnehmenden Kommunen.

In dem Zusammenhang startet nun auch eine sechswöchige Online-Beteiligung. Hierzu ruft Bürgermeister Frank Gellen die Bürger und Bürgerinnen, lokale Akteure aus Vereinen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik auf, vom 19. Mai an bis zum 30. Juni Ideen für Maßnahmen zum Klimaschutz auf einer interaktiven Karte einzubringen.

Auf der Karte können Markierungen gesetzt und Hinweise gegeben werden, wo im Kreisgebiet Potenziale zur Einsparung von Treibhausgasen liegen oder Maßnahmen für mehr Klimaschutz möglich sind. Dazu zählen unter anderem Ideen zum Ausbau der erneuerbaren Energien, Vorschläge zu Beratungsangeboten oder Hinweise auf Potenziale in der Mobilität. Zusätzlich steht unter der Karte auch ein Eingabefeld für allgemeine Anregungen zur Verfügung.

Themen zum Umweltschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel (zum Beispiel Starkregen, Hitze, Schottergärten, Blühstreifen, Biodiversität etc.) sind nicht Bestandteil der Onlinebeteiligung.

Im Nachgang der Onlinebeteiligung werden die Eingaben sorgfältig ausgewertet. Die Anregungen fließen dabei in die Erarbeitung des Konzeptes ein. Das Klimaschutzkonzept wird einen Maßnahmenkatalog enthalten, den der Kreis sowie die Städte und Gemeinden nach der Beschlussfassung umsetzen möchten.

Was bisher erfolgt ist:

Zum Projektauftakt im Januar fand ein Treffen der Klimaschutzbeauftragten der Städte, Gemeinden sowie der Verantwortlichen des Kreises Viersen statt zur Findung eines gemeinsamen übergeordneten Leitziels statt. Es folgten umfangreiche Bestandsaufnahmen zur Erstellung einer Treibhausgasbilanz für die teilnehmenden Städte und Gemeinden sowie des Kreises Viersen. Die Bilanzierung ist dabei ein elementarer Analyseschritt des Konzeptes und wird derzeit erarbeitet. In einem nächsten Schritt werden im Rahmen der Potenzialanalyse für alle Partner Energie- und Treibhausgas-Minderungspotenziale ermittelt. Darauf aufbauend werden zwei mögliche Umsetzungsszenarien entwickelt. Über die Szenarien lassen sich mögliche Einsparpotenziale und Zwischenziele für die nächsten Jahre ableiten. Sie sind damit eine wichtige Orientierung für den Maßnahmenkatalog und die Erreichbarkeit der übergeordneten und individuellen Zielsetzung in den Kommunen.

Als weiterer Analyseschritt wurde in Einzelgesprächen mit allen teilnehmenden Kommunen der Umsetzungsstand der bisherigen Maßnahmen überprüft (Bestandsaufnahme), die im Jahr 2013 durch das bestehende Klimaschutzkonzept geplant wurden oder von den Kommunen aus eigenen Konzepten heraus umgesetzt wurden.

Parallel zu der Onlinebeteiligung werden themenspezifische Workshops durchgeführt, die verwaltungsintern mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren der Partner sowie den jeweiligen Fachkräften aus den jeweiligen Verwaltungsbereichen abgehalten werden. Die fünfteilige Workshop-Reihe behandelt die Handlungsfelder: „Entwicklungsplanung und Raumordnung“, „Kommunale Gebäude und Anlagen“, „Mobilität“, „Bildung und Kommunikation“ sowie „Wirtschaft“. Ziel der Workshops ist die Entwicklung von Zukunftsperspektiven in den jeweiligen Themenschwerpunkten aus Sicht der kommunalen Experten. Ferner sollen konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz gesammelt, diskutiert und geschärft werden. Dies soll unter der Prämisse geschehen, was für die Partner umsetzbar ist.

Grundlage der Online-Beteiligung ist eine digitale Mitmachkarte, auf der Potenziale im Kreisgebiet bzw. in den Städten und Gemeinden verortet werden können. In den Kategorien „erneuerbare Energien, nachhaltige Raumentwicklung“, „Gebäude und technische Anlagen“, „Mobilität“, „Bildung, Kommunikation, Beratung“ und „Wirtschaft“ können die Teilnehmer der Online-Beteiligung Beiträge verfassen. Weiterhin können auch Beiträge abgegeben werden, die sich nicht eindeutig in eine bestimmte Kategorie einordnen oder direkt lokal verorten lassen. Diese Sammlung an eingebrachten Beiträgen wird, zusammen mit den Ergebnissen aus den gemeinsam absolvierten Workshops, im Anschluss ausgewertet und findet Berücksichtigung im Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes.

Weiterer Prozess:
Nach Abschluss der Workshops und der Online-Beteiligung sowie der Ableitung der Szenarien aus der Treibhausgasbilanz wird der Entwurf des Maßnahmenkataloges erarbeitet. Dieser baut auf dem Input aus den folgenden vier Prozessbausteinen auf:

Prozessbausteine Entwurf Maßnahmenkatalog
Abb 1. Prozessbausteine Entwurf Maßnahmenkatalog (Quelle: energielenker projects GmbH)

Die Einordnung der kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen erfolgt dabei auf Grundlage der Einsparpotenziale der o.g. Szenarien (Ableitung aus der Treibhausgasbilanz). Nach der Sommerpause ist ein Zwischenbericht für die politischen Gremien der Projektpartner geplant. Der endgültige Maßnahmenkatalog wird im Anschluss daran erstellt. Zielsetzung ist es, den Endbericht im 1. Quartal des Jahres 2022 zur abschließenden politischen Beratung vorlegen zu können (s. Abb. 2). Zum Ende des Projektes ist eine Abschlussveranstaltung mit der energielenker projects GmbH und den Koordinatorinnen und Koordinatoren der Partner geplant.

Fortschreibung
Abb. 2: Vorläufiger Zeitplan (Quelle: energielenker projects GmbH)Über den weiteren Prozess wird berichtet.

Ansprechpartnerin bei der Burggemeinde Brüggen: Renate Kirsch, Tel. +49 (0)2163/5701-134, E-Mail: Renate.Kirsch@brueggen.de