Drei Kinder spielen auf einer Wiese mit einem Lenkdrachen

Klimaschutz schmeckt

Klimaschutz macht auch vor dem Thema Ernährung nicht halt. So belasten beispielsweise Äpfel aus Neuseeland die Umwelt aufgrund der langen Transportwege in der Regel stärker als regionale Produkte. Zu weit gereisten, stark verarbeiteten und aufwändig verpackten Lebensmitteln werden auf Märkten und in Geschäften zahlreiche Alternativen angeboten. So beispielsweise auch auf den Wochenmärkten in Brüggen (immer Freitags von 14.00 Uhr bis 18.30 Uhr auf dem Nikolausplatz) und Bracht (immer Donnerstags von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr auf dem Weizer Platz). Meistens sind die Produkte aus der Region sogar gesünder und schmackhafter. Eine Einkaufshilfe für heimisches Obst und Gemüse bietet der Saisonkalender der Verbraucherzentrale, den Sie hier herunterladen können: http://www.verbraucherzentrale.nrw/mediabig/222992A.pdfAchtung, externer Verweis. Link öffnet sich in einem neuen Fenster.

Weniger Fleisch ist mehr

Die Produktion eines Kilos Rindfleisch verursacht etwa 14 Kilogramm Kohlendioxid. Bei der Erzeugung eines Kilos Gemüse, beispielsweise eiweißreicher Bohnen, werden dagegen nur 150 Gramm des Treibhausgases freigesetzt. Auch Obst schneidet mit weniger als 500 Gramm CO2 je geerntetem Kilo wesentlich besser ab. Wer nicht täglich Fleisch oder Wurst isst, tut deshalb etwas Gesundes für sich und fürs Klima.

Kurze Wege statt weite Transporte

Das ganze Jahr über werden im Handel Waren aus aller Welt angeboten. Erkauft wird das ständig verfügbare Schlaraffenland durch lange Transportwege. Prinzessböhnchen aus Kenia etwa finden nur per Flugzeug den Weg zum hiesigen Gemüsestand. Der Transport durch die Luft ist besonders klimaschädlich: Er verursacht je Tonne Lebensmittel und Kilometer bis zu 90-mal mehr Treibhausgase als der Hochseeschiff-Transport und rund 15-mal mehr als Transporte per Lkw. Der Vergleich von peruanischem und regionalem Spargel macht den enormen Unterschied in der transportbedingten Klimabelastung deutlich: Allein beim mehr als 10.000 km langen Flugtransport von Lima nach Frankfurt werden pro Kilo Spargel rund 30.000 Gramm Treibhausgase freigesetzt. In der Saison kann Spargel per Lkw aus der Region geliefert werden, was bei einer Strecke von 100 km nur etwa 19 Gramm Treibhausgase pro Kilo Spargel verursacht – also nur einen winzigen Bruchteil.

Bio-Lebensmittel sparen Energie und sind weniger belastet

Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft verbrauchen Bio-Bauern bei der Produktion nur ein Drittel an fossiler Energie, da sie auf energieintensiv erzeugte chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichten. Auf diese Weise schonen Bio-Produkte nicht nur das Klima, sondern sie enthalten auch gegenüber konventionellen Lebensmitteln deutlich weniger unerwünschte Inhaltsstoffe, wie Pestizidrückstände und Nitrat. Rückstände pharmakologisch wirksamer Stoffe, beispielsweise Tierarzneimittel, kommen in Bio-Lebensmitteln nicht vor.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW

Viele Tipps wie man das Klima beim Einkauf schonen kann, hat die Verbraucherzentrale zudem in dem Flyer „Klimaschutz schmeckt“ zusammengefasst, den Sie hier herunterladen können: http://www.verbraucherzentrale.nrw/mediabig/74991A.pdfAchtung, externer Verweis. Link öffnet sich in einem neuen Fenster.