Vater, Mutter und Baby vor einem Baum

Ein Jahr Missionarin auf Zeit

Wir trafen die 17-jährige Schülerin Katharina Hintzen des Albertus-Magnus Gymnasiums zum Gespräch in der Redaktion des Stadtjournal Brüggens. Die kirchlich engagierte Brüggenerin wird nach bestandenem Abitur ab August für die Steyler Missionare als Missionarin auf Zeit -MaZ- im Norden Argentiniens ein soziales Jahr leisten.

Zu allererst würden wir Dich gerne als Person näher kennenlernen.
Ich bin 17 Jahre alt und wohne zusammen mit meinen Eltern und meinen drei Geschwistern in Brüggen. In meiner Freizeit leite ich eine Messdienergruppe. Ich liebe die spanische Sprache und beherrsche die Grundkenntnisse.

Wie kamst Du zu deiner Entscheidung, als MaZ nach Argentinien zu gehen?
Nachdem ich in der 9. Klasse einen Schüleraustausch nach Frankreich mitgemacht habe, habe ich festgestellt, dass mir Sprachen sehr liegen und ich gerne mit Menschen zusammenarbeite. Seitdem wusste ich, dass ich nach dem Abitur ein soziales Jahr machen will, in einem überwiegend spanisch sprechenden Land.

Wie wird Dein Jahr gestaltet sein?
Ich werde in einer Gastfamilie leben, die nahe der Kindertagesstätte wohnt, in der ich arbeiten werde. Dort werde ich mit Kindern zwischen 5 und 15 Jahren zusammen Hausaufgaben machen, kochen, spielen und sie tagsüber betreuen.

Was erwartest Du von diesem Jahr?
Am wichtigsten ist mir, dass ich meine Fähigkeiten einsetzen und den Menschen dort mit meinem Wissen helfen kann. Ich möchte aber auch die Welt aus einer anderen Perspektive erleben, das Land, die Sprache und die Kultur kennen lernen und möglichst tiefgehende Freundschaften knüpfen. Aber ich will auch die Missionsarbeit unterstützen, denn es ist nicht selbstverständlich, dass einem so etwas geboten wird.

Was sagen Freunde und Familie zu Deinem Vorhaben?
Größtenteils stoße ich nur auf positive Resonanz und habe viele gute Rückmeldungen. Natürlich gibt es auch Stimmen die mir eher abraten, aber das wird es immer geben. Dass meine ganze Familie voll hinter mir steht, bestärkt mich immer wieder, mein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Katharina, was würdest du unseren Leserinnen und Leser als Tipp mitgeben, die vielleicht dasselbe vorhaben wie du jetzt?
Es ist sehr wichtig, sich schon früh mit diesem Vorhaben auseinander zu setzen und sich engagiert und vor allen interessiert mit seinem Ziel zu beschäftigen. Missionar auf Zeit sein ist kein Urlaub.

Wie wird eigentlich dein Projekt finanziert?
Es gibt ein „weltwärts-Programm“, das den Freiwilligeneinsatz zum Teil finanziert. Daneben haben die Steyler einen Solidaritätsfonds, der sich über Spenden finanziert und in den alle Missionare auf Zeit einzahlen. Ich wäre daher dankbar, wenn die Brüggener das Projekt mit einer Spende unterstützen würden.

Spendenkonto: Steyler Mission, Kontonummer 11009, Bankleitzahl 38621500, Steyler Bank, Zweck: „MaZ-Solifonds Katharina Hintzen“ (es werden Spendenquittungen erteilt).

Wir wünschen dir für dein Vorhaben als Missionarin auf Zeit in Argentinien alles Gute. Aber zunächst drücken wir dir für deine Abiturprüfung ganz fest die Daumen. Chau, Katharina.