brueggen2011

Bürgerversammlung

Zur ersten Bürgerversammlung in den Brachter Bürgersaal fanden sich gut 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger ein. Nach der Begrüßung und einleitenden Worten des Bürgermeisters Gerhard Gottwald stellte Frau Urgatz in einem etwa 40 minütigen Vortrag die Verfahrensschritte und inhaltliche Aspekte vor.

Anschließend brachten eine Menge Bürgerinnen und Bürger über eine Stunde erste Kritikpunkte und Anregungen zur Zukunft von Bracht:

Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation und Beseitugung von Leerständen wurde u. a. empfohlen die leeren Geschäftslokale für Ausstellungsflächen entweder für Künstler oder für Firmen, die in den Gewerbegebieten um Bracht sind, einzurichten. Sogar ein ganzes Künstlerviertel kann sich so mancher vorstellen. Der neu belebte Wochenmarkt, könnte noch attraktiver werden, wenn dort Musik gespielt würde. In Brüggen und Bracht gibt es schließlich auch Musiker. Der Wochenmarkt wäre evtl. besser auf der Marktstraße untergebracht, dann würde das Angebot durch die verbliebenen Geschäfte ergänzt.

Die Umgehungsstraße wurde als infrastrukturelles Problem für die Geschäfte im Dorfkern gesehen und so wurde auch kurz über die Verkehrsführung im Ortskern gesprochen. Der Bürgermeister erläuterte noch einmal die erst seit etwa 14 Tagen geltenden Neuerungen. Es ist klar, dass dies noch eine Gewöhnungszeit in Anspruch nehmen wird, aber man ist zuversichtlich, dass nun der Ortskern von allen Himmelsrichtungen aus gut erreichbar ist. Einen kleinen Exkurs machte die Diskussion bei Überlegungen den Verkehr zwischen der Niederlande und Bracht zu beleben.

Kritik an der Gestaltung von Straßen und Plätzen wurde besonders am Weizer Platz, Bischof-Dingelstadt-Platz und an der Beleutung von König- und Marktstraße geübt. Auch, dass die katholische Kirche so sehr hinter den Bäumen und der Mauer versteckt liegt, gefällt nicht allen. Den Park und den Pfarrgarten sähe man auch lieber geöffnet uind in einem gepflegten Zustand.

Als eine Frau die mangelhafte Sauberkeit der Spielplätze und Schulwege anführte, sprach sie vielen Anwesenden aus dem Herzen. Besonders die Verunreinigungen durch Hundkot verärgert die Bewohner.

Das Thema Integration von Saissonarbeitern und Jugendlichen wurde im Zusammenhang mit der „Trinkhalle“ am Ortseingang thematisiert. Hier gilt es die Probleme genau zu untersuchen.

Werbung durch Transparente wurde ebenfalls angesprochen. Im Rhamen des Dorfentwicklungsplans werden wir versuchen das richtige Maß für Außenwerbung im historischen Ortskern zu erarbeiten. Auch die Wohn- und Vermarktungssituation in den Bereichen „Op de Haag“ und „Heinrich-Dohmen-Weg“ soll das Planungsbüro genauer unter die Lupe nehmen.

Die Kanalisation der Königstraße ist bei den sich häufenden Starkregenereignissen den Wassermassen nicht immer gewachsen. Es bestehe die Gefahr von Rückstau in den Gebäuden.

Für eine bessere Mobilität, den Tourismus und die Naherholung werden mehr und bessere Radwege gewünscht. Insbesondere Richtung Heidhausen / Kaldenkirchen. „Wie sehen Außenstehende den Ort?“ fragte sich ein Bürger. So könnte es für Touristen interessant sein die Geschichte Brachts rund um die Ton- & Ziegelindustrie darzustellen (Museum, Führungen). Für die Ortsansässigen sollten an den Wegen Richtung Brüggen mehr Sitzbänke aufgestellt werden, so können auch alte Menschen noch weite Wege zu Fuß zurücklegen und sich fit halten.

Von einigen Brachtern wurde angeführt, dass man sich „auch an die eigene Nase packen solle“ wenn es um die Pflege und Instandhaltung von Straßen und Plätzen geht. Dazu konnte Herr Rütten von den Heimatfreunden Born sehr anschaulich berichten, wie sie mit viel Eigenleistung den Marktplatz mit Brunnen und Boulebahn oder die Wegekreuze neu gestaltet haben und auch in Schuss halten. Für die Spielplätze gibt es seit dem Dorfentwicklungsplan vor sieben Jahren Paten. Die Gemeinde unterstützt die Projekte in Born z. B. durch Arbeiten des Bauhofes und auch finanziell. Voraussetzung ist jedoch eine durchdachte Planung und ein kontinuierliches Bürgerengagement. Die Stimmung am Ende der Bürgerversammlung war von Hoffnungen und Elan getragen.

Für die Zukunftswerkstatt am 28. Oktober haben sich schon fast 60 Interessierte gemeldet. Leider werden an diesem Workshop nur maximal 30 Personen teilnehmen können. Das Planungsbüro wird Kontakt mit den Interessierten aufnehmen. An allen darauf folgenden Veranstaltungen wird jeder ohne Anmeldung teilnehmen können.

Hier finden Sie den Folienvortrag von Frau Urgatz.

Berichterstattung der Lokalpresse:

Rheinische Post: „Etwas gegen die Tristesse tun“ VON CONSTANZE KRETZSCHMAR - zuletzt aktualisiert: 29.08.2012
http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/viersen/nachrichten/etwas-gegen-die-tristesse-tun-1.2971012Achtung, externer Verweis. Link öffnet sich in einem neuen Fenster.

 Rheinische Post: "Bracht soll lebenswert bleiben" zuletzt aktualisiert: 10.09.2012
http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/viersen/nachrichten/bracht-soll-lebenswert-bleiben-1.2987535Achtung, externer Verweis. Link öffnet sich in einem neuen Fenster.

 Extra Tipp Viersen
http://e-paper.extra-tipp-viersen.de/book/read/id/0000909CFF181744Achtung, externer Verweis. Link öffnet sich in einem neuen Fenster.

 Brüggener Stadtjournal vom September 2012
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