Eine Mitarbeiterin des Bürgerservice mit einer Bürgerin

Dienstleistungen von A bis Z

Blindengeld

Blinde Menschen erhalten in Nordrhein-Westfalen Blindengeld nach dem Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose.

Diese Leistung wird unabhängig von Einkommen und Vermögen gewährt. Als blind gelten Personen, deren besseres Auge eine Sehschärfe von nicht mehr als 2 % oder eine gleichwertige Einschränkung aufweist. Beim erstmaligen Antrag ist eine augenärztliche Bescheinigung erforderlich, es sei denn, im Schwerbehindertenausweis ist bereits das Merkzeichen "BI" eingetragen.

Zuständig ist der Landschaftsverband Rheinland. Der Antrag kann sowohl beim Landschaftsverband als auch beim Bürgerservice in den Rathäusern Bracht und Brüggen eingereicht werden.

Höhe der Hilfe

  • Blinde Erwachsene unter 60 Jahren erhalten in Nordrhein-Westfalen ein Blindengeld in Höhe von monatlich 585,00 Euro.
  • Kinder und Jugendliche erhalten ein Blindegeld in Höhe von 293,00 Euro.
  • Blinde Menschen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, erhalten Blindengeld in Höhe von 473,00 Euro.
  • Wenn Einkommen und Vermögen bestimmte Grenzen nicht überschreiten, können diese Personen den Differenzbetrag von 112,00 Euro als ergänzende Blindenhilfe nach dem 12. Sozialgesetzbuch erhalten.

Zuständig für die Blindenhilfe ist der Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Moers, an das Sie sich wegen der Antragstellung und Fragen zur Einkommensüberprüfung und Vermögensüberprüfung wenden können.

Das Blindengeld kann gekürzt werden bei blinden Menschen, die in einer Pflegeeinrichtung leben, wenn die Unterbringungskosten ganz oder teilweise aus öffentlichen Mitteln übernommen werden. Das Blindengeld wird dann um diesen Unterstützungsbetrag gekürzt, jedoch maximal um die Hälfte.

Erhalten blinde Menschen Leistungen bei häuslicher Pflege nach dem Pflegeversicherungsgesetz, sind diese Leistungen bis zu 70 % auf die Blindenhilfe anzurechnen.

Blindengeld und Blindenhilfe werden nur auf Antrag gewährt. Maßgebend für den Leistungsbeginn ist der Monat des Antragseingangs. Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird die betreffende Leistung rückwirkend ab Antragseingang gewährt.

Die Bearbeitung wird erleichtert, wenn bei Antragstellung das entsprechende Formular verwendet wird.