Eine Mitarbeiterin des Bürgerservice mit einer Bürgerin

Dienstleistungen von A bis Z

Einbürgerung

Ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger können unter bestimmten Voraussetzungen in den deutschen Staatsverband eingebürgert werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Einbürgerung

  • Anspruchseinbürgerung nach § 85 Ausländergesetz
  • Ermessenseinbürgerung nach § 8 und § 9 Staatsangehörigkeitsgesetz

Voraussetzungen für eine Anspruchseinbürgerung

  • Antragsformular
  • Sie leben seit mindestens acht Jahren im Bundesgebiet.
  • Sie sind bereit, Ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben.
  • Sie sind nicht vorbestraft.
  • Sie bekennen sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Form der Loyalitätserklärung.
  • Sie finden sich im täglichen Leben in der deutschen Umgebung sprachlich zurecht, lesen und verstehen deutschsprachige Texte.
  • Sie bestreiten Ihren Lebensunterhalt grundsätzlich ohne Inanspruchnahme von Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe. Diese Voraussetzung gilt nur für Personen, die das 23. Lebensjahr vollendet haben.

Voraussetzungen für eine Ermessenseinbürgerung nach § 8

  • Antragsformular
  • Sie sind asylberechtigt, staatenlos, ausländischer Flüchtling oder Kontingentflüchtling und leben seit sechs Jahren rechtmäßig im Bundesgebiet oder sie kommen aus einem deutschsprachigen Land und leben seit vier Jahren rechtmäßig im Bundesgebiet.
  • Sie sind bereit, Ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben.
  • Sie sind nicht vorbestraft.
  • Sie bekennen sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Form der Loyalitätserklärung.
  • Sie und Ihre Familienangehörigen bestreiten Ihren Lebensunterhalt ohne Inanspruchnahme von Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe.
  • Sie beherrschen die deutsche Sprache in Wort und Schrift.

Voraussetzungen für eine Ermessenseinbürgerung nach § 9 in Verbindung mit § 8 des Staatsangehörigkeitsgesetz

  • Antragsformular
  • Sie leben seit drei Jahren rechtmäßig im Bundesgebiet und sind seit mindestens 2 Jahren mit einer oder einem deutschen Staatsangehörigen verheiratet.
  • Sie sind bereit, Ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben.
  • Sie sind nicht vorbestraft.
  • Sie bekennen sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Form der Loyalitätserklärung.
  • Sie und Ihre Familienangehörigen bestreiten Ihren Lebensunterhalt ohne Inanspruchnahme von Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe.
  • Sie beherrschen die deutsche Sprache in Wort und Schrift.

Hinweise

Haben Sie eine Ehegattin beziehungsweise einen Ehegatten, die oder der noch nicht so lange im Bundesgebiet lebt oder haben Sie minderjährige Kinder, wenden Sie sich bitte bezüglich einer möglichen Miteinbürgerung an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bürgerservice. Dies giltebenfalls wenn Ihre Ehe mit einer oder einem deutschen Staatsangehörigen innerhalb des letzten Jahres durch Tod oder Scheidung aufgelöst worden ist oder Sie das Sorgerecht für ein Kind aus dieser Ehe haben.

Durch die Geburt erwirbt ein nach dem 31.12.1999 geborenes Kind ausländischer Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen

  • Das Kind ist im Bundesgebiet geboren
  • Ein Elternteil hat zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes seit acht Jahren seinen rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet.
  • Der Elternteil besitzt zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes eine Aufenthaltsberechtigung oder seit drei Jahren eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis.

Wenn Sie asylberechtigt, ausländischer Flüchtling oder Kontingentflüchtling sind, besteht die Möglichkeit einer Einbürgerung unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit. Wünschen Sie weitere Informationen über die Voraussetzungen einer Einbürgerung ohne Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gebühren

Die Verwaltungsgebühr für die Einbürgerung beträgt 255,00 Euro pro erwachsene Personund 51,00Euro pro Kind unter 16 Jahren bei Miteinbürgerung. Die Verwaltungsgebühr ist vor Aushändigung der Urkunde zu entrichten.

Zuständig