Die Rathäuser Brüggen und Bracht

Einführung des Schokotickets in der Burggemeinde Brüggen

Mit der Einführung des Schokotickets in der Burggemeinde Brüggen ab dem Schuljahr 2021/2022 für alle Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule hat die Politik eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen. Zukünftig werden nur noch Grundschüler durch einen Schülerspezialverkehr befördert, ab der Klasse 5 steht ausschließlich der ÖPNV in Form des Schokotickets zur Verfügung.

Eine Mischform, also Schokoticket plus Schülerspezialverkehr ab der 5. Klasse, war rechtlich nicht möglich.

Wie bei allen Entscheidungen im Leben, so kann auch die Einführung des Schokotickets nicht für alle Nutzer den gleichen Vorteil bringen. Das wurde auch von einigen Vertretern der Elternschaft vor der abschließenden Entscheidung des Gemeinderats geäußert und in die Entscheidung einbezogen.

Es wäre demnach unehrlich, wenn man das Schokoticket als alleinigen „Heilsbringer“ darstellen und die Gegenargumente nicht nennen würde.

Aber letztlich gab die Summe der Pro-Argumente den Ausschlag, sich für die neue Beförderungsart zu entscheiden.

Was also spricht für das Schokoticket?

  • Die Heranführung an den ÖPNV und die dauerhafte Bindung an den öffentlichen Personenverkehr als Mittel gegen Zunahme des Autoverkehrs und mit positiven Folgen für den Klimaschutz
  • Verbesserung der Mobilität und Unabhängigkeit der Schülerinnen und Schüler • Gesamtschule wäre nicht mehr die einzige weiterführende Schule ohne Schokoticket, damit wäre der Wettbewerbsnachteil aufgehoben
  • Auch nichtfahrberechtigte Schülerinnen und Schüler könnten das Schokoticket als Selbstzahler erwerben und die Vorteile nutzen
  • Die dauerhafte Bindung an den ÖPNV ist ein wichtiges Ziel der Landesregierung • Die Benutzung des ÖPNV hat lt. SchülerfahrkostenVO grundsätzlich Vorrang vor den anderen Beförderungsarten
  • Das Schokoticket begleitet die Nutzer auf dem Weg in die Selbständigkeit und ist mit Bus und Bahn im gesamten Verkehrsverbund NRW nutzbar

Nachteilig ist zweifelsohne, dass einige, hoffentlich wenige – das variiert jedes Jahr – möglicherweise einen längeren Schulweg in Kauf nehmen müssen, weil die bisherige direkte Verbindung nicht mehr besteht.

Ich bitte aber zu bedenken, dass wir „unseren“ Schülerinnen und Schülern nicht mehr abverlangen als allen anderen Schülerinnen und Schülern aus unserer Gemeinde, die ebenfalls das Schokoticket als Beförderungsform zu weiterführenden Schulen außerhalb unserer Gemeinde nutzen müssen.

Schon seit langem wurde von Schülerinnen und Schülern der höheren Klassen unserer Gesamtschule immer wieder gefordert, das Schokoticket anzubieten, damit die Selbstständigkeit dieser Gruppe unterstützt wird.
Dies konnte über Jahre nicht umgesetzt werden, weil wir vertraglich langfristig an den Schülerspezialverkehr gebunden waren. Jetzt gab es nach Auslaufen der Verträge die Chance des Umlenkens.

Ich bitte alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern, die glauben, dass die neue Beförderungsform für sie bzw. ihre Kinder nachteilig ist um Verständnis. Wir konnten es leider nicht allen Recht machen. Gravierende Härten versuchen wir aber durch kreative Alternativen abzufedern.

Wenn die neuen Fahrpläne bekannt gemacht werden wird möglicherweise erkennbar, dass mit den alten und teilweise neuen Linien viele zuvor befürchtete Härten geringer ausfallen als gedacht. Daher bitte ich diejenigen, die für sich einen Nachteil sehen, sich direkt an uns als Gemeindeverwaltung zu wenden. Wir werden mit Ihnen gemeinsam versuchen, mögliche Probleme zu lösen.

Uns alle bitte ich, dass wir der neuen Beförderungsform des Schokotickets jetzt die faire Chance geben, sich in der Praxis zu bewähren.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Frank Gellen
Bürgermeister

Öffnung Skateranlage Vennberg

Aufgrund der neuen Regelungen in der Coronaschutzverordnung ist der Zugang zur Skateranlage Vennberg ab sofort wieder möglich.
Die Neufassung der Corona-Schutzverordnung erlaubt in diesem Bereich kontaktfreien Sport mit bis zu 20 Personen. Zwischen Personen oder Personengruppen, die gleichzeitig Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel treiben, ist dauerhaft ein Mindestabstand von 5 m einzuhalten.
Für Zuschauende gelten hier die allgemeinen Kontaktbeschränkungen.

Die Burggemeinde Brüggen bittet nachdrücklich um Einhaltung dieser Regeln.

Verwaltung der Burggemeinde am 14. Mai 2021 geschlossen

Die Burggemeinde weist darauf hin, dass alle Dienststellen am Freitag, 14.05.2021 geschlossen bleiben.

Der Bereitschaftsdienst des Ordnungsamtes ist wie gewohnt über die Kreisleitstelle Viersen, Telefonnummer +49 (0)2162 8195100, erreichbar.

Warnung vor Hasenpest

Nach Mitteilung des Gesundheitsamtes des Kreises Viersen sind Ende März im Raum Kempen zwei neue Fälle von Hasenpest-Tularämie durch das Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld bestätigt worden.

Tularämie oder Hasenpest ist eine bakterielle Erkrankung. Der Erreger kann in der Umwelt (Erdboden, Schlamm oder Wasser) Wochen bis Monate überleben. Er kommt vorwiegend bei Nagetieren, aber auch bei anderen Tieren vor und kann auf den Menschen übertragen werden (Zoonose). Menschen infizieren sich vor allem bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen bzw. beim Umgang mit Kadavern, insbesondere beim Enthäuten und Ausnehmen erlegten Wildes. Eine Infektion über unzureichend erhitzte Nahrungsmittel oder kontaminiertes Wasser ist möglich.

Die auffälligsten Symptome bei lebenden, mit Tularämie infizierten Tieren sind Schwäche, Fieber und verändertes Verhalten, zum Beispiel das Ausbleiben des Fluchtreflexes. In der Regel verenden die Tiere nach wenigen Tagen.

Auch Hunde können als Zwischenwirt für die Erkrankung dienen, wenn ein direkter Kontakt zu infizierten oder erkrankten Wildtieren bestand. Die Hunde bilden selbst keine oder kaum Symptome der Erkrankung aus, können aber als unerwarteter Überträger des Bakteriums auf den Menschen in Frage kommen.

 

Als vorbeugende Maßnahmen werden empfohlen:


- Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Wildtieren, insbesondere bei offensichtlichen kranken Tieren
- Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Kadavern von Wildtieren
- Einhalten der Arbeitshygiene beim Umgang mit/der Entsorgung von erkrankten oder toten Wildtieren (Tragen von Einmalhandschuhen und Mundschutz, abschließende gründliche Reinigung und Desinfektion der Hände)

Gemeinsam gegen Lärm und Müll

Die Gemeinden Brüggen und Niederkrüchten sowie die Kreispolizeibehörde gehen gemeinsam gegen Lärm und Müll an Venekoten- und Dahmensee vor

Müll, Lärmbelästigung, offenes Feuer und missachtete Betretungsverbote im Landschaftsschutzgebiet sind Probleme, mit denen sich die Gemeinden Brüggen und Niederkrüchten sowie die Anwohner am Venekotensee und Dahmensee regelmäßig in den Sommermonaten konfrontiert sehen.

Auf Initiative von Landrat Dr. Andreas Coenen haben sich der Kreis, die beiden Bürgermeister der Westkreis-Gemeinden Frank Gellen und Karl-Heinz Wassong sowie die Kreispolizei nun auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Damit soll vermieden werden, dass sich die Situation an den beiden Seen in diesem Sommer wiederholt.

So soll eine Allgemeinverfügung Alkohol, Lärm, offenes Feuer, Rauchen, Grillen und Baden verbieten sowie ein Anleingebot für Hunde beinhalten. Die Maßnahmen dienen der Gefahren- und Brandabwehr sowie dem Natur- und Umweltschutz. Landrat Andreas Coenen sichert den Einsatz der Kreispolizei im Rahmen der Amtshilfe zu. Sie unterstützt die Ordnungsämter aus Brüggen und Niederkrüchten. Unabhängig hiervon werden an beiden Seen Sicherheitsdienste die Einhaltung der neuen Regeln kontrollieren. Auch der umliegende Parkraum wird engmaschig überwacht.

Parallel führt die Burggemeinde Brüggen Gespräche mit dem Kreis Viersen, um die Einrichtung eines Naturbads am Dahmensee als alternative, legale Bademöglichkeit zu prüfen.

Landrat Dr. Andreas Coenen erklärt: „Mir war wichtig, alle zuständigen Behörden an einen Tisch zu holen, um dauerhaft eine Lösung für das von Jahr zu Jahr gravierender werdende Problem zu finden. Ich bin froh, dass wir einen Weg gefunden haben, mit dem wir die Natur und die Anwohner schützen können.“

„Natürlich locken die immer wärmeren Sommer viele Menschen ans Wasser. Dennoch müssen wir die Sicherheit und den Schutz der Natur gewährleisten. Da die Ansprache derer, die sich nicht an die bisherigen Regeln hielten, leider zu keiner Verbesserung der Situation führte, ergreifen wir nun entsprechende Maßnahmen“, erklären die beiden Bürgermeister ihr gemeinsames Vorgehen.

Behindertenbeirat der Burggemeinde Brüggen sucht Mitstreiter*innen

Brüggener Bürger*innen mit einem Grad der Behinderung können sich ab sofort für eine Mitwirkung im Behindertenbeirat anmelden.

Die Burggemeinde Brüggen beabsichtigt, die künftige Arbeit für Menschen mit Behinderung auf mehrere Schultern zu verteilen und möchte deshalb einen Behindertenbeirat gründen. Die Verwaltung ist durch den Fachausschuss (Ausschuss für Soziales, Teilhabe und Generationen) und den Rat beauftragt worden, zusammen mit den kommissarischen Behindertenbeauftragten die Gründung dieses Beirates auf den Weg zu bringen. Nachdem der langjährige Behindertenbeauftrage Karl Heinz Kellerhoff plötzlich und unerwartet im Dezember 2020 verstorben war, konnte für einen Beirat jetzt ein Satzungsentwurf vorgelegt werden.

Für die Arbeiten in einem Behindertenbeirat werden noch engagierte Personen gesucht, die beratend durch ihren Sachverstand sicherstellen, dass Rat und Ausschüsse die Belange und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung bedenken, wahren und verbessern. Erfahrungen in der behindertenpolitischen Arbeit sind nicht erforderlich. Alle Interessierten sind am Samstag 22. Mai 2021 in der Zeit von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr zu einer Infoveranstaltung in der Burggemeindehalle Brüggen eingeladen.

Falls Sie Interesse an einer Mitarbeit im Behindertenbeirat haben, können sich Interessierte ab 16 Jahre bis zum 14. Mai 2021 bei der kommissarischen Behindertenbeauftragten Andrea Hanisch unter +49 (0) 9176 216 745 70 und bei Nicole Lemkens unter +49 (0) 174 33 620 33 anmelden.