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Die Akteure

Ein Haus kann nicht sprechen und auch keine Geschichten erzählen. Das können nur die Menschen, die den Steinen und Tordurchgängen, den Kellergewölben und verwitterten Beschilderungen eine Stimme geben. In Bracht haben sich in den Jahren nach 2013 allein im inneren Ortskern mehr als 20 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer gefunden, die die Geschichte ihres Hauses und der Menschen, die ihn ihm gelebt haben, erzählen wollen. Sie werden in den nächsten Jahren Tafel für Tafel außen an ihren Brachter Häusern anbringen.

Die Tafeln werden die Geschichte von Weberfamilien mit 18 Kindern erzählen, die alle in dem Haus Platz hatten, obwohl noch die riesigen Webstühle Raum beanspruchten, die Mutter, die nach dem Krieg ihre Familie mit Schmuggeltouren durch den Brachter Wald durchbrachte und sich damit in Lebensgefahr begab, oder die wunderbare Geschichte von eingemauerten Heiligenfiguren, deren Gewänder zu Staub zerfielen, als sie entdeckt wurden. Der letzte Bäcker im Brachter Ortskern darf auf der Tafel vor seinem Haus noch einmal in seiner Backstube arbeiten, obwohl es dann im inneren Ortskern keinen Bäcker mehr geben wird.

Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sind herzlich eingeladen, sich diesem Projekt anzuschließen und Kontakt aufzunehmen.