Ausstellung in der Burg Brüggen

Kunstspuren im Dilborner Wald

"Hier in Dilborn ist der Herbst wieder ganz wundervoll, ich mache die bekannten Wege und bin dabei ganz befangen von dieser Schönheit." So schrieb der expressionistische Maler Heinrich Nauen im Jahr 1927 in einem Brief an seine Tochter Nora. Die Dilborner Zeit gilt als die erfolgreichste Schaffensperiode des Paares.

Portrait Bertha Hofmacher Expressionimus wurde 1911 zum festen Begriff einer Kunst, die seit der Jahrhundertwende mit grellen Farben und übersteigerten Formen einen seelischen Ausdruck anstrebte: "Expressiv gestaltet wird immer dann, wenn ein Gefühl, eine Vision von innen nach außen drängt und die sinnlich wahrnehmbare Wirklichkeit nicht mehr Maßstab der Gestaltung ist." (Buchheim) 1911 folgte der in Dresden gegründeten "Brücke" "Der Blaue Reiter". Zu dieser Expressionistenvereinigung in München gehörten u. a. Wassily Kandinsky, Paul Klee, Alfred Kubin, Franz Marc, August Macke und Gabriele Münter.

Schloss Dilborn - Wiege großer Kunst

1911 begann auch die Zeit der rheinischen Expressionisten Heinrich Nauen und Marie von Malachowski-Nauen auf Schloss Dilborn, wo die Energie der Farben und Formbewegung vor allem in den zahlreichen Bildern von Wald- und Parklandschaften zum Ausdruck kam. Die Gemeinde Brüggen ist stolz, Heimat zweier so großer Künstler gewesen zu sein. Noch heute steht sie in engem Kontakt mit den Nachfahren des Künstlerpaares. Brüggen huldigt dem Paar mit einer eigenen Website.

http://nauen-malachowski.brueggen.deAchtung, externer Verweis öffnet in einem neuen Fenster