Erholungssuchende auf einer Bank am Borner See

Öffnungszeiten der Bücherei in den Weihnachtsferien

Die Gemeindebücherei Brüggen bleibt vom 21.12.2019 bis zum 05.01.2020 geschlossen.

"Jazz in der Burg" - ausverkauft

„Jazz in der Burg“ mit dem christmas-special am Freitag, 13.12.2019 ist ausverkauft. Weder im Vorverkauf noch an der Abendkasse gibt es noch Karten.

Kostenfreie Kasemattenführungen zum Weihnachtsmarkt 2019 in Brüggen

Am 3. und 4. Adventswochenende findet in Brüggen wieder der Weihnachtsmarkt statt. Zusätzlich zum Markttreiben in historisch-romantischem Ambiente wird die Burggemeinde Brüggen ein kostenfreies und exklusives Angebot für die Besucher des diesjährigen Weihnachtsmarktes anbieten: Geführte Kurztouren durch die Kasematten der Burggemeinde Brüggen.

Je samstags und sonntags (14., 15.12 und 21., 22.12) haben die Besucher die Möglichkeit, sich im Zeitraum von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr einen ersten Eindruck von der östlichen und westlichen Kasematte zu machen. Die geführten Touren für maximal je 20 Personen starten im Innenhof der Burg Brüggen. Anmeldungen sind nicht erforderlich, die Teilnahme erfolgt nach dem Windhund-Prinzip, also rechtzeitig vor Ort sein lohnt sich.

Die von 2017 bis 2019 für circa 360.000,00 Euro sanierten Kasematten wurden im Rahmen des INTERREG Projektes „Kulturgeschichte digital“ mit einem Zuschuss von 75% gefördert. Seither ergänzen sie das touristische Angebot in der Burggemeinde Brüggen.

Besucher, die tiefere Einblicke gewinnen möchten, haben auch die Möglichkeit, Kassemattenführungen inklusive virtueller Rekonstruktion bei der Tourist-Info der Burggemeinde Brüggen unter Telefonnummer: +49 (0)2163 5701-4711 zum Preis ab 35,00 Euro je Gruppe zu buchen.

Jazz in der Burg: Christmas Special mit Soleil Niklasson und dem Blue Motion Trio

Die US-amerikanische Jazz Sängerin Soleil Niklasson aus Chicago ist Musikerin mit Leib und Seele. Hier ist der Name wirklich Programm. Soleil heißt „Sonne“. Sie hat eine packende Aura und strahlt von der Bühne herzliche Wärme, Soul, Spielfreude und Energie aus, und zieht somit das Publikum in ihren Bann. Dieses gewisse „Etwas“ eben, was man schlecht beschreiben kann.

Soleil Niklasson ist in Chicago geboren und in Los Angeles aufgewachsen. Sie begann schon sehr früh, mit 5 Jahren, zu singen und gewann in Zusammenarbeit mit Sänger Oscar Brown Jr. einen Emmy. Für den Kinofilm „Lola rennt“ schrieb sie den Titel Song „Love don´t come easy“. Im weiteren Verlauf ihrer Kariere stand sie mit Musikern wie zum Beispiel Billy Preston, Rod Stewart und Stan Getz auf der Bühne. Ihre musikalische Kreativität wurzelt in einem kraftvollen Gemisch aus Jazz, Rhythm and Blues, Soul & Latin. Mittlerweile in Bonn lebend, hat sie sich einen festen Platz in der Deutschen Jazz Szene ersungen und spielt mit namhaften Musikern.

Das Christmas Special bietet ein abwechslungsreiches Programm mit Titeln wie „Winterwonderland“ und „Rudolph the rednose rendier“, gepaart mit Jazzstandarts wie „God bless the child“ oder auch „Love for sale“. Begleitet wird sie vom Blue Motion Trio, welches vom Gladbacher Schlagzeuger André Spajic gegründet wurde. Der Düsseldorfer Walfried Böcker am Kontrabass und der Kölner Martin Sasse vervollständigen das Trio.

Das Konzert im Kultursaal der Burg Brüggen am Freitag, 13.12.2019, beginnt um 20.00 Uhr. Einlass ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12,00 Euro im Vorverkauf und 14,00 Euro an der Abendkasse. Vorverkauf und telefonische Vorbestellungen über die Tourist-Info in der Burg Brüggen, Burgwall 4, Telefon: +49 (0)2163 5701-4711.

Lange Museumsnacht in der Burg Brüggen

Am Freitag, 22.11.2019 ist es wieder soweit: Das Museum Mensch und Jagd in der Burg Brüggen öffnet seine Türen für die „Lange Museumsnacht“ in der Zeit von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr.

Zeitgleich mit dem „Brüggener Lichterglanz“ des Werberings auf dem Kreuzherrenplatz gibt es im Innenhof und in den Räumen der Burg wieder viele Aktionen für Familien und Kinder: Stockbrot backen am Lagerfeuer im Innenhof, Taschenlampenführungen jeweils um 17.30 Uhr, 18.30 Uhr und 19.30 Uhr, Verkleidungsbox mit Fotoaktion, Wichtelwerkstatt, „Lieder am Lagerfeuer“ in der Ausstellung „Geschichte der Jagd“ im 2. Obergeschoss mit Sebastian Bierbaums um 19.00 Uhr und 20.00 Uhr, Fischotterquizz zur aktuellen Wechselausstellung „Lutra, lutra“. Im Kultursaal sorgt die Abi-Klasse der Brüggener Gesamtschule mit Glühwein, warmem Apfelsaft, Würstchen und Waffeln für das leibliche Wohl.

Organisatorinnen sind Gaby Wintraken vom „second home“, sowie Bärbel Weinmann und Judith Zybell vom Museum Mensch und Jagd. Der Eintritt für Familien beträgt 5,00 Euro, Erwachsene 2,00 Euro und Kinder 1,00 Euro. Für Kinder ab 10 Jahren ist der Besuch des Museums ohne die Begleitung Erwachsener möglich. Tourist-Info und Museum schließen an diesem Tag um 14.00 Uhr (nicht wie sonst um 16.00 Uhr). Ab 17.00 Uhr beginnt dann die lange Museumsnacht.

Die Armut der Brüggener

Autorentreffen zur Ortsgeschichte im Rathaus Brüggen.

Zu einem Gesprächsaustausch mit Bürgermeister Frank Gellen und dem für Kultur zuständigen Sachgebietsleiter Guido Schmidt trafen sich nun Autoren der Ortsgeschichte Brüggen-Born im Rathaus und berichteten vom Stand ihrer Arbeiten. Der Beitrag „Brüggen aus archäologischer Sicht“ wird sich nicht nur mit der Römerzeit beschäftigen, sondern sich bis ins Mittelalter ziehen, da er Grabungen an der Brüggener und der Borner Burg mit einbezieht. Geologe Dr. Reinhold Roth ist mit seinem Beitrag nahezu fertig, wie die anderen erfreut hörten.

Denn seine Erkenntnisse über den Brüggener Boden und seine Beschaffenheit helfen den anderen, geschichtliche Begebenheiten wie den Plaggenhau im Brüggener Busch besser zu verstehen. Die Plaggen sollten der Düngung des schlechten Brüggener Bodens dienen. Von der Armut der Brüggener Bevölkerung im 19. Jahrhundert kann Herausgeberin Dr. Ina Germes-Dohmen ein Lied singen. Denn die wirtschaftlich missliche Lage der Brüggener und Borner zieht sich durch das gesamte Archivgut dieser Zeit, genauso wie der Dauerstreit zwischen den beiden immer konkurrierenden Gemeinden. Auch mit den Nachbarn - ob in Boisheim oder Bracht und Swalmen - gab es viele Streitigkeiten. Auch wenn ein Registrator von außen 1904 beim Neusortieren der Akten „klaren Tisch“ gemacht, sprich vieles weggeworfen hat, konnte Germes-Dohmen für das 19. und beginnende 20. Jahrhundert viel Berichtenswertes erfassen.

Für Mittelalter und Neuzeit kann Professor Margret Wensky nicht so ein dichtes Bild zeichnen. Obwohl sie die Rechnungen des Amtes Brüggen für 300 Jahre durchgearbeitet hat, lässt sich daraus für das Städtchen Brüggen und das Kirchdorf Born nicht viel, aber doch einiges herausholen. Aber in beiden Gemeinden hat der Amtmann anscheinend nicht viel investiert. Auf einen bislang unbekannten Plan des Brüggener Nikolausklosters aus dem 18. Jahrhundert ist Eva-Maria Willemsen gestoßen, die die Bau- und Kunstdenkmäler bearbeitet, ein erfreulicher Fund, wie auch viele Detailinformationen zu Brüggener Denkmälern. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - also vor allem die Zwanziger Jahre und die Zeit des Nationalsozialismus, die von Dr. Paul Schrömbges erforscht werden - ist die Überlieferung erneut „sehr dünn“.

Alle Forscher waren sich darin einig: „Da ist die Quellenlage in Bracht eine andere und viel bessere gewesen.“ Aber, keine Sorge, versicherte Herausgeberin Germes-Dohmen, wir können dafür zahlreiche andere Bereiche abdecken. „Trotz der direkten Nachbarschaft hat sich in Brüggen und Born vieles ganz anders entwickelt als in Bracht - bis zum heutigen Tag. Und das ist spannend zu verfolgen.“