Erholungssuchende auf einer Bank am Borner See

„WALKING SHOES QUARTETT“: The sound of Gerry Mulligan

Der Begriff Walking Shoes entstammt aus der Feder des legendären, 1996 verstorbenen Bariton-Saxophonisten Gerry Mulligan; eine Komposition, die zu einem seiner Hits wurde. Dieser Titel wurde zum Bandnamen eines Gladbacher/Düsseldorfer Quartetts, welches mit seltener Hingabe die Musik Mulligans detailgetreu in Originalarrangements wieder aufleben lässt.

Seit dem Tod des Saxophonisten und Gründers EDI GRÖTZINGER im Jahr 2010 ist es um die Formation WALKING SHOES sehr leise geworden, bzw. sie war gar nicht mehr existent. Nun aber gibt es mit dem Kölner Marcus Bartelt einen neuen Mann am Bariton in der Formation. Er ist in der Jazz Szene kein Unbekannter und spielte bereits bei Paul Kuhn, der WDR Big Band und im Glenn Miller Orchestra und ist darüber hinaus Dozent an der Kölner Hochschule. Zahlreiche Engagements auf Festivals im In- und Ausland stehen auf seiner Vita.

Gerry Mulligan war ein Vertreter des West Coast Jazz. Seine Titel waren so eigenwillig, dass sie kaum jemand nachspielte, obwohl man sie heute schon zu den Standardwerken zählen muss. Ihm war es aufgrund seiner Improvisationen mit einem trockenen, sonoren Sound zu verdanken, dass das eher schwerfällige, ungelenke Bariton-Sax aus der Exoten Ecke befreit wurde und sich als verbindliche Solostimme im Jazz etablierte.

An diese Tradition möchte nun das Walking Shoes Quartet erneut anknüpfen und Titel wie „Lonesome Boulevard“ oder auch „Night at the turntables“ präsentieren.

Die weiteren Mitglieder des Quartetts sind  Ralph Kleine-Tebbe am Bass, der bereits mit Größen wie Ben Webster und Dexter Gordon spielte. Der Mainzer Bernd Koubert bedient das Piano. André Spajic sitzt am Schlagzeug.