Erholungssuchende auf einer Bank am Borner See

Stolpersteine für Brüggen

Auf Antrag einer Brüggener Bürgerin und mit Beschluss des Rates der Burggemeinde Brüggen sollen in Brüggen erstmals „Stolpersteine“ verlegt werden.

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in mehr als 1265 Kommunen Deutschlands und in einundzwanzig Ländern Europas.

'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist', zitiert Gunter Demnig den Talmud. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.

Die ersten sechs Stolpersteine für Brüggen sollen am Dienstag, 6. Dezember 2022, ab 9.00 Uhr verlegt werden und an die Schicksale der jüdischen Familien Wolff (Hochstraße9) und Braun (Klosterstraße 78) erinnern. Die Verlegung der Stolpersteine ist öffentlich.

Die Eheleute Wolff wurden 1941 nach Riga deportiert und im dortigen Konzentrationslager ermordet. Die Eheleute Braun und ihre beiden Kinder wurden 1941 ebenfalls nach Riga deportiert und im dortigen Konzentrationslager ermordet.

Am Montag, 5. Dezember 2022 findet um 18.00 Uhr im Kultursaal der Burg Brüggen ein Vortrag von Gunter Demnig zum Thema ‘STOLPERSTEINE – SPUREN und WEGE‘ statt. Gunter Demnig skizziert in dem Vortrag seinen künstlerischen Werdegang von 1968 einschließlich des Projekts STOLPERSTEINE. Der Vortrag dauert circa 50 Minuten plus anschließender Diskussionsrunde. Der Eintritt ist frei. Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich bei der Tourist-Info der Burggemeinde Brüggen unter 02163/5701-4711.