Erholungssuchende auf einer Bank am Borner See

Lange Museumsnacht in der Burg Brüggen

Am Freitag, 22.11.2019 ist es wieder soweit: Das Museum Mensch und Jagd in der Burg Brüggen öffnet seine Türen für die „Lange Museumsnacht“ in der Zeit von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr.

Zeitgleich mit dem „Brüggener Lichterglanz“ des Werberings auf dem Kreuzherrenplatz gibt es im Innenhof und in den Räumen der Burg wieder viele Aktionen für Familien und Kinder: Stockbrot backen am Lagerfeuer im Innenhof, Taschenlampenführungen jeweils um 17.30 Uhr, 18.30 Uhr und 19.30 Uhr, Verkleidungsbox mit Fotoaktion, Wichtelwerkstatt, „Lieder am Lagerfeuer“ in der Ausstellung „Geschichte der Jagd“ im 2. Obergeschoss mit Sebastian Bierbaums um 19.00 Uhr und 20.00 Uhr, Fischotterquizz zur aktuellen Wechselausstellung „Lutra, lutra“. Im Kultursaal sorgt die Abi-Klasse der Brüggener Gesamtschule mit Glühwein, warmem Apfelsaft, Würstchen und Waffeln für das leibliche Wohl.

Organisatorinnen sind Gaby Wintraken vom „second home“, sowie Bärbel Weinmann und Judith Zybell vom Museum Mensch und Jagd. Der Eintritt für Familien beträgt 5,00 Euro, Erwachsene 2,00 Euro und Kinder 1,00 Euro. Für Kinder ab 10 Jahren ist der Besuch des Museums ohne die Begleitung Erwachsener möglich. Tourist-Info und Museum schließen an diesem Tag um 14.00 Uhr (nicht wie sonst um 16.00 Uhr). Ab 17.00 Uhr beginnt dann die lange Museumsnacht.

Die Armut der Brüggener

Autorentreffen zur Ortsgeschichte im Rathaus Brüggen.

Zu einem Gesprächsaustausch mit Bürgermeister Frank Gellen und dem für Kultur zuständigen Sachgebietsleiter Guido Schmidt trafen sich nun Autoren der Ortsgeschichte Brüggen-Born im Rathaus und berichteten vom Stand ihrer Arbeiten. Der Beitrag „Brüggen aus archäologischer Sicht“ wird sich nicht nur mit der Römerzeit beschäftigen, sondern sich bis ins Mittelalter ziehen, da er Grabungen an der Brüggener und der Borner Burg mit einbezieht. Geologe Dr. Reinhold Roth ist mit seinem Beitrag nahezu fertig, wie die anderen erfreut hörten.

Denn seine Erkenntnisse über den Brüggener Boden und seine Beschaffenheit helfen den anderen, geschichtliche Begebenheiten wie den Plaggenhau im Brüggener Busch besser zu verstehen. Die Plaggen sollten der Düngung des schlechten Brüggener Bodens dienen. Von der Armut der Brüggener Bevölkerung im 19. Jahrhundert kann Herausgeberin Dr. Ina Germes-Dohmen ein Lied singen. Denn die wirtschaftlich missliche Lage der Brüggener und Borner zieht sich durch das gesamte Archivgut dieser Zeit, genauso wie der Dauerstreit zwischen den beiden immer konkurrierenden Gemeinden. Auch mit den Nachbarn - ob in Boisheim oder Bracht und Swalmen - gab es viele Streitigkeiten. Auch wenn ein Registrator von außen 1904 beim Neusortieren der Akten „klaren Tisch“ gemacht, sprich vieles weggeworfen hat, konnte Germes-Dohmen für das 19. und beginnende 20. Jahrhundert viel Berichtenswertes erfassen.

Für Mittelalter und Neuzeit kann Professor Margret Wensky nicht so ein dichtes Bild zeichnen. Obwohl sie die Rechnungen des Amtes Brüggen für 300 Jahre durchgearbeitet hat, lässt sich daraus für das Städtchen Brüggen und das Kirchdorf Born nicht viel, aber doch einiges herausholen. Aber in beiden Gemeinden hat der Amtmann anscheinend nicht viel investiert. Auf einen bislang unbekannten Plan des Brüggener Nikolausklosters aus dem 18. Jahrhundert ist Eva-Maria Willemsen gestoßen, die die Bau- und Kunstdenkmäler bearbeitet, ein erfreulicher Fund, wie auch viele Detailinformationen zu Brüggener Denkmälern. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - also vor allem die Zwanziger Jahre und die Zeit des Nationalsozialismus, die von Dr. Paul Schrömbges erforscht werden - ist die Überlieferung erneut „sehr dünn“.

Alle Forscher waren sich darin einig: „Da ist die Quellenlage in Bracht eine andere und viel bessere gewesen.“ Aber, keine Sorge, versicherte Herausgeberin Germes-Dohmen, wir können dafür zahlreiche andere Bereiche abdecken. „Trotz der direkten Nachbarschaft hat sich in Brüggen und Born vieles ganz anders entwickelt als in Bracht - bis zum heutigen Tag. Und das ist spannend zu verfolgen.“

Museum Mensch und Jagd: Naturerlebnis jetzt noch intensiver

Im Museum Mensch und Jagd in der Burg Brüggen gibt es wieder etwas Neues zu entdecken: Die bereits bestehende Beschallung durch Naturgeräusche in der Dauerausstellung „7 Gründe für die Jagd heute“ wurde durch eine Zusatzbeschallung ergänzt.

Sie besteht aus 8 Klang-Stationen, die in der Nähe entsprechender Tiere in der Ausstellung angebracht wurden. Mit dem Fuß kann ein roter Sensor, der im Holz auf dem Fußweg eingelassen wurde, ausgelöst werden und die jeweilige Tierstimme ertönt für jeweils 15 Sekunden.

Die Besucher können ab sofort in der Ausstellung auf die Suche nach Eichelhäher, Rehwild, Stockerpel, Rotkehlchen, Goldammer, Mäusebussard, Wildschwein und Waldohreule gehen. Dies ist möglich im Rahmen der Öffnungszeiten im Oktober dienstags bis freitags und sonntags von 10.00 bis 16.00 Uhr und samstags bis 14.00 Uhr. Ab November ist der Samstag geschlossen. Weitere Infos auf der Internetseite www.menschundjagd.de Achtung, externer Verweis. Link öffnet sich in einem neuen Fenster..

Franks Sitzecke in der Burg Brüggen

Die nächste Ausgabe von „Franks Sitzecke“, der regionalen Talkrunde aus Brüggen und Umgebung, findet am Dienstag, 05.11.2019, um 19.30 Uhr (Einlass 19.00 Uhr) im Kultursaal der Burg Brüggen statt.

Gäste werden diesmal sein: Alexandra Jansen (Schulsozialarbeiterin der Brüggener Gesamtschule mit Hund), René Bongartz (wird unter anderem über das ablaufende Patschel-Jahr berichten), Pastor Bernd Mackscheidt (Gebete auf you-tube-Kanal) und Jens Jobs (weitgereister Diplom-Dolmetscher).

Die Besucher sitzen nicht in Stuhlreihen, sondern in entspannter Atmosphäre an Bistrotischen. Für das passende Ambiente, gekühlte Getränke und Knabbereien sorgen die Mitarbeiter/-innen der Burggemeinde Brüggen.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf für 5,00 Euro in der Tourist-Info der Burg Brüggen, Burgwall 4, 41379 Brüggen, Telefon: +49 (0)2163 5701-4711. An der Abendkasse kosten die Karten 8,00 Euro. Der Erlös aus den Eintrittsgeldern wird einem guten Zweck gespendet.

Filmpräsentation im Kultursaal der Burg Brüggen: „Oebel im Jahr 1950“

Der Brüggener Werner Smetz hat über einen Zeitraum von vier Jahren einen Film über die Brüggener Ortschaft Oebel erstellt. Behandelt werden die Themen:

  • das Leben der Menschen in Oebel um 1950
  • die Arbeit in der hiesigen Dachziegelei BAG
  • die Tradition der St. Petri Bruderschaft Oebel 1786
  • die Geschichte der Gaststätte d´r Jeetepött

Präsentiert wird der 90 Minuten lange Film jeweils am 28. und 29. November 2019 um
18.00 Uhr im Kultursaal der Burg Brüggen, Burgwall 4. Einlass ist um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Diese Termine sind bereits ausgebucht.

 

Auf Grund der hohen Nachfrage findet aber ein dritter Termin am 17.01.2020 um 18.00 Uhr im Kultursaal der Burg Brüggen statt. Einlass ist um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wegen der begrenzten Anzahl der Sitzplätze wird um Anmeldung gebeten unter:
+49 (0)2163 59007, +49 (0)173 7257232, w.smetz@gmx.de.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Arbeit für den Frieden

Ein aktuelles Thema – Frieden! Und damit ist auch die Idee des Volksbundes aktuell. Ein Engagement für den Volksbund hat Zeitbezug. Es ist nicht antiquiert! Sie können diese Arbeit aktiv unterstützen, indem Sie sich an der Haus- und Straßensammlung 2019 in der Zeit vom 31.10. bis 17.11.2019 in Brüggen, Bracht und Born beteiligen. Sammeln für den Volksbund ist aktive Friedensarbeit!

Aufgabe des VDK ist es, neben der Pflege vorhandener Kriegsgräber auch in der heutigen Zeit immer noch, Kriegsgräber aufzuspüren. Noch immer warten Angehörige von Kriegsopfern auf die Klärung der Schicksale ihrer Väter, Brüder und Söhne, die in den letzten beiden Kriegen ihr Leben gelassen haben.

Interessierte (Mindestalter 15 Jahre), die für den Volksbund sammeln möchten, melden sich bitte bei der Burggemeinde Brüggen, Judith Zybell, Telefon: +49 (0)2163 5701-158 (vormittags). Die Sammelbezirke können nach Abstimmung festgelegt werden. Es genügt schon die Straße, in der man wohnt.