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Bauen & Umwelt

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Klima & Umwelt

Die Klimaziele für Deutschland stehen fest. Bis zum Jahr 2045 wollen wir klimaneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es uns alle. Zur Verwirklichung der nationalen Klimaziele können alle Bürgerinnen und Bürger der Burggemeinde mithelfen, damit wir unseren Nachkommen eine lebenswerte Welt hinterlassen. Dies fängt bereits beim Klimaschutz zu Hause an. Nur gemeinsam werden wir klimaneutral und fit für den Klimawandel.

Klimaschutzmanagement

Was macht das Klimamanagement der Burggemeinde Brüggen aus?

Eine Aufgaben im Klimaschutzmanagement der Burggemeinde Brüggen ist unter anderem die Umsetzung von Projekten und Maßnahmen aus dem beschlossenen integrierten Klimaschutzkonzept in den Handlungsfeldern

  • Energieeffizienz in Unternehmen,
  • Planen-Bauen-Sanieren,
  • Erneuerbare Energien,
  • Klimaschutz & Klimabildung sowie
  • Verkehr & Mobilität.

Die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Klimaschutz ist ein weiterer großer Aufgabenbereich der Klimaschutzarbeit in Brüggen. Neben dem Klimaschutz wird ebenfalls die Klimaanpassung immer wichtiger, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen, drohende Schäden zu verringern und die Klima-Resilienz (Widerstandfähigkeit der Kommune gegenüber Klimawandelauswirkungen) zu steigern. Mit der Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen wird die Burggemeinde Brüggen fit für kommende Starkregen-, Hitze- und Trockenheitsereignisse gemacht.

Klimaschutz

Die seit einigen Jahren verstärkte Berichterstattung über häufiger auftretende Umweltkatastrophen und Extremwetterereignisse, sowie der Rückgang der Artenvielfalt, über den Umbau des Energieversorgungssystems hin zu erneuerbaren Energien, aber auch über Energiepreissteigerungen rücken das Klima immer stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung. Allein die Sektoren Verkehr und Gebäude sind heute in Deutschland für rund 70 % des Endenergieverbrauchs und für knapp 40 % aller CO2-Emissionen verantwortlich.

Folglich stehen die Städte und Gemeinden mit ihren zahlreichen Akteuren aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Fokus der Betrachtung, da Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Energieeffizienz sowie zum Energiesparen die größten Erfolge auf der kommunalen Ebene aufweisen. Mit dem Generationenvertrag für das Klima im Jahr 2021 hat die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben verschärft und sich das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber dem Jahr 1990 um 65 % zu senken. Weiterhin soll Deutschland bis 2045 klimaneutral werden.

Vorrangiges Ziel des Klimaschutzes ist die Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen durch Einsparungs- und Optimierungsmaßnahmen. Eine Effizienzsteigerung bei der Energieerzeugung kann etwa durch Kraft-Wärme-Kopplung erreicht werden. Beim Energieverbrauch gelingt dies über z. B. die Wärmedämmung von Gebäuden. Auch eine verkehrssparende, klimaangepasste Siedlungsstruktur oder den Ausbau eines vergleichsweise energieeffizienten ÖPNV sowie eine Verringerung des motorisierten Individualverkehres sind richtungsweisend für die Einsparungen von Treibhaus-Emissionen. Weiterhin soll der Umbau von fossilen Energieträgern hin zu Erneuerbare Energien (Wind, Wasser, Solar, Biomasse, Geothermie) im gesamten Gebiet der Burggemeinde Brüggen bis 2045 erfolgen, um die Klimaschutzvorgaben des Generationenvertrags der Bundesregierung zu gewährleisten. Zur Zielerreichung werden vorhandene Maßnahmen gebündelt, Akteure in der Gemeinde für klimarelevante Projekte und Maßnahmen zusammengeführt und neue Maßnahmen sowie Projekte entwickelt.

Wie kann jeder zu Hause beim Klimaschutz mithelfen?

Zum Beispiel beim Thema „Heizen und Energiesparen“ können alle mitmachen, ohne auf Ihren Komfort zu verzichten. Egal, ob Eigentümerinnen und Eigentümer oder Mieterinnen und Mieter, für beide Parteien gibt es zu Hause viele Möglichkeiten, um Energie einzusparen.

Als Mieter kann ich

  • richtig heizen,
  • richtig lüften,
  • Warmwasser sparen,
  • beim Kochen einen Deckel und die richtige Topfgröße verwenden,
  • den Kühlschrank und die Gefriertruhe effizient nutzen,
  • beim Kauf auf die Energieeffizient neuer Elektrogeräte achten,
  • öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder Fahrgemeinschaften nutzen,
  • Elektrogeräte ganz ausschalten und nicht im Standby-Modus lassen sowie
  • Klimaschutz zum Thema machen und sich in Umweltverbänden engagieren.

Weitere nützliche Tipps und Hinweise zum Thema Energie sparen finden Sie auf der Webseite der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Eigentümer können zusätzlich folgenden Punkten nachkommen:
  • Heizungspumpe tauschen
  • Heizkessel tauschen und Solarthermie nutzen
  • Durchlauferhitzer tauschen
  • Altbauten sanieren und dämmen
  • bestehende Förderprogramme nutzen

Bei einer geeigneten Dachfläche kann ebenfalls Photovoltaik zur Stromproduktion genutzt sowie eine Dach- und Fassadenbegrünung angelegt werden. Zur Prüfung der Dacheignung sehen Sie sich gerne das Gründachkataster Nordrhein-Westfalen an.

Ein Check, ob Ihr Dach für eine solare Nutzung (Photovoltaik / Solarthermie) geeignet ist, finden Sie auf der Internetseite des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen unter Energieatlas NRW.

Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes

Die Burggemeine Brüggen schreibt gemeinsam mit dem Kreis Viersen, den Städten Tönisvorst und Viersen sowie den Gemeinden Grefrath, Niederkrüchten und Schwalmtal das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKK) aus dem Jahr 2013 fort. Der Ausschuss für Bauen und Klimaschutz hatte dies in seiner Sitzung am 11.02.2020 beschlossen.

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, Maßnahmen für die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels entsprechend des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Weltklimarat) zu formulieren und konkrete Potenziale zur Reduzierung von Treibhausgasen im Kreis zu heben. Ergänzt wird das übergeordnete Ziel durch die jeweiligen Beschlüsse zum Klimaschutz in den teilnehmenden Kommunen.

Mit der Erarbeitung der Fortschreibung wurde das Büro energielenker projects GmbH aus Münster beauftragt.

Was bisher erfolgt ist:

Der eigentliche Erarbeitungsprozess begann Anfang des Jahres 2021. Parallel zur Durchführung verwaltungsinterner Workshops erfolgte die Bürger- und Akteursbeteiligung über eine Online-Plattform. Dabei hatten auch die Vertreter politischer Parteien und Gruppierungen die Möglichkeit, Anregungen und Vorschläge einzubringen. In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Infrastruktur und Klimaschutz am 31.08.2021 erfolgte ein erster Zwischenbericht, bei dem schwerpunktmäßig über die Ergebnisse der Energie- und Treibhausgasbilanz der Burggemeinde und über den Stand der Bearbeitung informiert wurde.

Sehen Sie sich hierzu die Unterlagen zum Zwischenbericht des Integrierten Klimaschutzkonzeptes an.

Im Laufe des Jahres 2021 wurde der Entwurf des Konzeptes weiter ausgearbeitet und ein gemeinsamer Maßnahmenkatalog entwickelt. Der Entwurf enthält als wesentliche Analyseergebnisse die Berechnung der Energie- und Treibhausgasbilanz (Kapitel 3) sowie die Ableitung der zentralen Zielstellungen (Instruktionen) zur Erreichung der Klimaschutzziele (Kapitel 6.9). Aufbauend auf der Analyse, den durchgeführten Workshops sowie der Bürger- und Akteursbeteiligung wurden 25 Maßnahmen als Handlungsrahmen für den Kreis Viersen und die teilnehmenden Partnerkommunen entwickelt. Auf dieser Grundlage soll mit den lokalen Möglichkeiten und rechtlichen Kompetenzen der kommunale Beitrag zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen geleistet werden (Kapitel 7). Zur Vorbereitung und Umsetzung der Maßnahmen soll die Kooperation zwischen dem Kreis Viersen und den Partnerkommunen verstetigt werden. 

Sehen Sie sich gerne die Unterlagen zur Entwurfsfassung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes an.

Was noch folgt:

Der Gesamtentwurf der Fortschreibung des Integrierten Klimaschutzkonzepts einschließlich einer Kurzfassung liegt nunmehr vor und wird Ende 2022 / Anfang 2023 sukzessive in die politischen Gremien des Kreises Viersen und der Partnerkommunen Brüggen, Grefrath, Niederkrüchten, Schwalmtal, Tönisvorst und Viersen eingebracht, wo dieser zur Beratung und Beschlussfassung gestellt wird.

Hintergrund:

In den Jahren 2012/2013 hat die Burggemeinde Brüggen im Rahmen der “Nationalen Klimaschutzinitiative“ der Bundesregierung ein umfassendes „Integriertes kommunales Klimaschutzkonzept“ erstellen lassen. Der Rat der Burggemeinde hat diesem Konzept im Dezember 2013 zugestimmt. Seitdem sind zahlreiche Maßnahmen geplant und umgesetzt worden.

Klimafolgeanpassung

Kreislauf zur Klimaanpassung als kontinuierlicher Prozess mit verschiedenen farbigen Pfeilen und Kreisen

Neben dem Klimaschutz wird die Klimafolgenanpassung immer bedeutsamer. Die Auswirkungen des Klimawandels zählen bereits zu den größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Die Klimafolgenanpassung ist als Bestandteil einer integrierten Stadtentwicklung anzusehen Durch vermehrt stattfindenden Klimaauswirkungen in den letzten Jahren, die durch den Klimawandel bedingt sind, kommt es immer mehr zu Belastungen für die Bevölkerung in bebauten Gebieten. Folgenden Klimaauswirkungen wurden hierbei besonders beobachtet:

  • ansteigende Hitzebelastung
  • sinkende Grundwasserspiegel
  • Schäden durch Starkregen
  • Hochwasser und Flussüberschwemmungen
  • Starkwind und Stürme
  • Veränderung der Artenzusammensetzung und -vielfalt

Die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung sind als Investitionen in eine lebenswerte Gemeindeinfrastruktur zu sehen, wobei das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen in der Gemeinde gefördert werden soll. Gleichzeitig können die Klimafolgenanpassungsmaßnahmen die Artenvielfalt und eine künftige Verfügbarkeit von Wasser sowie Bodenqualität verbessern. Als primär lokale bis regionale Aufgabe sind die Klimafolgenanpassungsmaßnahmen ein kontinuierlicher Prozess, die von der Gemeinde immer wieder neu bewertet und angepasst werden müssen.

So kann jeder bei der Klimaanpassung in der Gemeinde mithelfen, z.B.:
  • eine Dach- und Fassadenbegrünung anpflanzen,
  • begrünte, naturnahe Gärten und Vorgärten statt Schottergärten anlegen,
  • versiegelte Flächen auf dem Grundstück minimieren, um eine bessere Versickerung zu gewährleisten,
  • Wasserflächen schaffen und ausbauen, um Verdunstungskälte zu nutzen,
  • helle Fassaden und Bodenbelege wählen, um Aufheizungen zu verringern,
  • Anbringen von Verschattungselementen am Gebäude,
  • Dämmung als Wärmeschutz und
  • bestehende Förderprogramme nutzen

Für Fragen zum Themenbereich Klimamanagement stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und helfen Ihnen gerne weiter.

Klimafolgenanpassungskonzept

Die Burggemeinde Brüggen arbeitet derzeit mit dem Kreis Viersen an einem gemeinsamen Projekt zur Erstellung eines Klimafolgenanpassungskonzepts. Dieses wird vor allem eine Hilfestellung zur Umsetzung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung bieten.

Fördermöglichkeiten

Nehmen Sie Ihre Energiewende selbst in die Hand:

Dabei helfen die vielen Förderprogramme, welche Ihre Bemühungen zum Schutz unseres Klimas und Umwelt unterstützen sollen. Der Bund, das Land NRW sowie diverse Kreditinstitute stellen diverse Fördermöglichkeiten für diverse Maßnahmen zum Klimaschutz im privaten Bereich zur Verfügung. Beispielsweise existieren zahlreiche Fördermöglichkeiten für Solaranlagen im privaten Gebäudebestand oder bei Neubauten durch Zuschüsse und zinsvergünstigte Kredite.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert eine Menge an Themen im Bereich erneuerbare Energie und Klimaschutz. Insbesondere die Förderdatenbank des Bundes und die Förder.Navi von NRW.Energy4Climate können Ihnen helfen den richtigen Fördertopf für die Umsetzung Ihres Vorhabens zum Klimaschutz zu finden. Falls Sie nach Branchenführer im Bereich erneuerbare Energien suchen, finden Sie diese auf der Internetseite von NRW.Energy4Climate unter Branchenführer.Erneuerbare.

Beratung zum Energiesparen

Die Burggemeinde Brüggen hat gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW (VZ NRW) eine stationäre Energieberatung mit dem Schwerpunkt „Beratung privater Verbraucherinnen und Verbraucher über Möglichkeiten der Energieeinsparung“ umgesetzt.

Die persönliche Beratung erfolgt in den Räumen des Stützpunktes (Rathaus Brüggen) oder derzeit telefonisch. Eine Beratung wird nach vorheriger Terminvereinbarung telefonisch durchgeführt. Als fester Ansprechpartner der Burggemeinde Brüggen ist Dr. Guido Dericks für die Terminvergabe zuständig.

Die Termine werden ausschließlich über einen internetbasierten Terminkalender der VZ NRW vergeben und mit der Beratungskraft der VZ NRW koordiniert. Die Beratungstermine finden einmal im Monat statt und werden in einem 45-Minuten-Rhythmus vergeben.

Folgende Fragen und Probleme zum Energiesparen können mit der Energieberaterin oder dem Energieberater der Verbraucherzentrale NRW geklärt werden, z.B.:

  • Ursachen hoher Strom-und Heizkosten,
  • Energie sparen im Haushalt,
  • Auswahlkriterien für Elektrogeräte,
  • Heizungs-und Regelungstechnik,
  • Erneuerbare Energien,
  • Wärmedämmung,
  • Fenster und Türen,
  • Fördermittel oder
  • Hitzeschutz.

Folgende Energie-Themen werden vom Berater nicht besprochen:

  • Strom-und Gassperren und andere energierechtliche Themen
  • Energie-Checks

Ratsuchende können sich bei den Themen, die nicht besprochen oder angeboten werden können, an die Energielotsinnen und Energielotsen der VZ NRW wenden.

Kontakt: 

Verbraucherzentrale NRW

Wald und Forst

Vier Hirsche am Waldrand im Depot

Nahezu die Hälfte des Gemeindegebietes, rund 2.877 Hektar (ha), besteht aus Wald. Davon werden 1.184 ha forstwirtschaftlich durch die Forstbetriebsgemeinschaft Brüggen, ein Zusammenschluss von privaten und kommunalen Waldbesitzern, betreut. Der gemeindliche Anteil an diesem bewirtschafteten Wald beträgt 582 ha.

Neben der vorgenannten Bewirtschaftung des Waldes dienen diese Flächen im hohen Maße der Erholung und Freizeitgestaltung.

Kontakt:

Frank Spinnrath

  • Schwarz, gelbe Hummel seitlich auf rote weißer Blüte am Stängel vor Blättern
  • Schwarz, gelbe Biene auf weiß, grün, braunen Zweig mit Dorn
  • Schwarz, gelbe Biene auf gelber Blüte einer Blume umgeben von anderen gelben Blumen
  • Schwarz, gelbe Biene seitlich auf hellbraunen Holz mit Löchern
  • Schwarz, gelbe Biene auf lila Blüte saugt Nektar umgeben von anderen lila Blumen und grünen Blättern
  • Schwarze Biene saugt Nektar aus weißen Blüten umgeben von anderen weißen Blüten
  • Schwarz, gelbe Biene auf braunen Untergrund
  • Schwarze Biene, auf hellgrünen Blüte von einer Blume mit vielen Blütenzweigen
  • Schwarz, gelbe Biene auf Baumrinde
  • Schwarz, gelbe Biene auf gelber Blüte einer Blume links weitere gelbe Blüten
  • Schwarz, gelbe Biene auf braunen Baumstamm
  • Bienenkopf mit Fühlern schaut aus einem Holzloch

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